JUTTA PARK

LANDSCHAFTS- UND SKULPTURENPARK
Park
Der romantische Landschaftspark liegt – oberhalb des Schiffmühlhafens und steil aufragender Porphyrfelsen – unweit des Muldenufers. Jutta Ida Gleisberg, die den Park um 1900 anlegen ließ, war eine kunstsinnige und vermögende Frau. Bereits in der Planungsphase des Landschaftsparks legte sie großen Wert auf eine sensible Einbindung kulturhistorischer Bezüge und natürlicher Gegebenheiten nach den großen Vorbildern englischer Landschaftsparks und italienischer Gärten.
Eine Hauptsichtachse ist vom Aussichtsturm über Kastanienallee und Rondell bis zum Zisterzienserinnenkloster Marienthron in Nimbschen gerichtet, das sich umittelbar gegenüber auf der anderen Flussseite befindet und mit der handbetriebenen Personenfähre erreicht werden kann.

DSC01113
Im Frühling

Die große Anzahl engagierter Bürger, die seit 1990 die Rekonstruktion der Parkanlage unterstützt, arbeitet auch heute intensiv daran, schrittweise die Anziehungskraft
und Ausstrahlung dieses Landschaftsparkes wiederherzustellen. Das Parkgelände inspiriert nicht nur Bildhauer dazu, ihre Werke im Schatten uralter Bäume zu präsentieren, auch im Bereich experimenteller Installations- und Klangkunst wirkende Künstler nutzen zeitweilig diesen natürlichen Rahmen als unkonventionelles Ausstellungs- und Veranstaltungsterrain.

Rondell
Eine Hauptsichtachse des Parkes verbindet den Aussichtsturm über die Kastanienallee mit dem Rondell. Das Rondell war ein Platz der Kontemplation und Reflexion. Nach einem ausgeklügelten Plan gestaltete die Baumeisterin diesen kreisrunden Platz so, dass ein durch den Mittelpunkt laufender Besucher ein merkwürdiges Echo hören konnte, wenn er in Richtung Aussichtsturm gerichtet sprach oder sang. Bei der Rekonstruktion des Platzes wurde großer Wert auf die Wiederherstellung dieses Phänomens gelegt.

Aussichtsturm
Nach der umfangreichen Rekonstruktion des Aussichtsturmes wurde darin eine elektroakustische Dauerinstallation des Klangkünstlers Erwin Stache mit dem Titel: "Tür zu, es rauscht" realisiert.

Wasseranlagen Bereits um die Jahrhundertwende wurde mittels einer Turbine das Flusswasser der Mulde in einen Wasserkreislauf des Jutta-Parkes eingespeist. Es diente zur Bewässerung der Parkkulturen und der Speisung des Parkspringbrunnens. Das Wasser wurde zu diesem Zweck in einem unterirdischen System bis auf 50 m geodätische Höhe in die im Keller des Aussichtsturmes integrierte Zisterne gepumpt. Von dort aus erfolgte die Weiterverteilung im Park. Das gesamte System wurde in den Jahren 1991/92 saniert. Seit 1993 versorgt die Schiffmühle diese Wasseranlagen.

Veranstaltungen im Park
Seit 1996 wurde der Landschaftspark mit seinen vorzüglichen örtlichen und technischen Voraussetzungen als Rahmen für zahlreiche Veranstaltungen genutzt.

Projekttage und Unterricht im Grünen
Darüber hinaus bietet das Parkgelände ganzjährig im Rahmen sogenannter "Hörspaziergänge" großen und kleinen Besuchern unvergessliche Erlebnisse. Abwechslungsreiche und spannende Projekttage im Grünen organisiert Diana Pohl c/o Denkmalschmiede Höfgen.

DSCN2535

Kreuzmensch, Volkmar Kühn, Bronze

DSC01128
Aussichtsturm mit Klanginstallation, Erwin Stache: Tür zu es rauscht

DSCN3003_2
Tanzendes Paar, Reiner Strege

zum Seitenanfang

weitere Informationen zum Weg der Steine ...
weitere Informationen zu den Klangphänomenen...