Notizen aus Höfgen
7. SEPTEMBER 2026 · 30 JAHRE
Sven-Åke Johanssons „Konzert für zwölf Traktoren“
1996 entstand in der Denkmalschmiede Höfgen ein außergewöhnliches Werk der Klangkunst. Hier entwickelte und komponierte Sven-Åke Johansson sein Konzert für zwölf Traktoren, hier studierte er es mit Traktoristen aus Höfgen und der Umgebung ein – und hier wurde es am 7. September 1996 im Rahmen des Festivals „Was hören wir?“ uraufgeführt.
Während eines längeren Arbeitsaufenthaltes in Höfgen beschäftigte sich der schwedische Komponist, Musiker und Klangkünstler mit den historischen Traktoren der Umgebung. Ihn interessierten ihre Motoren nicht nur als Maschinen, sondern als Klangkörper: Zwei-, Drei- und Vierzylinder verschiedener Fabrikate besitzen eigene Rhythmen, Frequenzen und Klangfarben.
Die künstlerische Setzung war ebenso einfach wie radikal:
Der Traktor wird zum Musikinstrument.

"Konzert für zwölf Traktoren", Uraufführung am 7.September 1996 im Rahmen des Internationalen Musikfestivals "Was hören Wir"
Höfgen-Kaditzsch, Foto: kb
Konzert für zwölf Traktoren (1996) (Uraufführung)
Sven-Åke Johansson, Zwölf Traktoristen.
1 PIONIER (4 Zyl.), Dirk Quaas
2 FAMULUS (2 Zyl ), Alexander Busch
3 KRAMER (2 Zyl.), Markus Quaas
4 Mc. CORMICK (3 Zyl), Dietmar Seidel
5 FAMULUS (2 Zyl). Ralf Gitte
6 Mc.CORMICK (3 ZyL), Michael Lange
7 T 147 (KRAN) (2 Zyl.), Holger Papsdorf
8 FAMULUS (2 Zyl.), Jens Drobisch
9 ZETOR (4 Zyl.), Götz Quaas
10 DEUTZ (4 Zyl.), Thomas Schuricht
11 SCHLUTER (3 Zyl.), Andreas Schützhold
12 DEUTZ (2 Zyl.), Thomas Weber
Leitung, Einstudierung: Sven-Åke Johansson
Assistenz: Siegmar Schuricht
Zwölf historische Maschinen bilden ein Orchester. Ihre Motoren treten einzeln hervor, antworten einander, bilden Gruppen, schwellen an und ziehen sich wieder zurück. Aus unterschiedlichen Drehzahlen, Rotationsgeräuschen und Zündfolgen entstehen rhythmische Verschiebungen, Überlagerungen und Schwebungen, Crescendo und Decrescendo, Gruppenpassagen und Soli.
Johansson verändert damit die Wahrnehmung des Vertrauten. Ein Geräusch aus dem Alltag des ländlichen Raumes wird aus seinem gewohnten Zusammenhang gelöst und als musikalisches Material hörbar. Landwirtschaftliche Technik, Maschine und Landschaft begegnen zeitgenössischer Kunst.
Am 7. September 1996 standen zwölf historische Traktoren mit ihren Fahrern aus Höfgen und der Umgebung zur Uraufführung bereit. Johansson selbst leitete die Aufführung und hatte das Werk mit den Traktoristen einstudiert. Das Konzert wurde aufgezeichnet und auf CD dokumentiert (Konzert für 12 Traktoren, Uraufführung beim Festival „Was hören wir?“, Höfgen-Kaditzsch 1996, BEOTON WO-0609) – ein klingendes Dokument des Augenblicks, in dem das Werk erstmals zu hören war.
Von Höfgen aus begann die Reise des Werkes durch Europa. Bis 2019 sind 16 Aufführungen dokumentiert:
DAS GRANDORCHESTER
Was wäre, wenn eines Tages aus jedem der Aufführungsorte die Traktoristen mit ihren Instrumenten nach Höfgen einzögen?
192 Traktoren. 192 Traktoristen.
Am Geburtsort des Werkes.
AUTOMATISMUS DER ROTATION

Discographie & Shop →
Kompositionen
Modernismen lassen sich moderieren
Ensemble Zwischentöne Conducted by Peter Ablinger Rec.1996 Konzerthaus Berlin
Konzert für 12 Traktoren
First performance Recorded at "Was hören wir" (Festival) in Höfgen-Kaditzsch 1996
3 und 4 für Flöte und Schlagzeug
Eberhard Blum: flute Sven-Åke Johansson: drums
Recorded at "Was hören wir" (Festival) in Höfgen-Kaditsch 1996 Liner notes by Sabine Sanio
1996 CD Beoton WO 0609
ISRC DE-L52-96-09001-3
7. SEPTEMBER 2026 · 30 JAHRE
Sven-Åke Johanssons „Konzert für zwölf Traktoren“
1996 entstand in der Denkmalschmiede Höfgen ein außergewöhnliches Werk der Klangkunst. Hier entwickelte und komponierte Sven-Åke Johansson sein Konzert für zwölf Traktoren, hier studierte er es mit Traktoristen aus Höfgen und der Umgebung ein – und hier wurde es am 7. September 1996 im Rahmen des Festivals „Was hören wir?“ uraufgeführt.
Während eines längeren Arbeitsaufenthaltes in Höfgen beschäftigte sich der schwedische Komponist, Musiker und Klangkünstler mit den historischen Traktoren der Umgebung. Ihn interessierten ihre Motoren nicht nur als Maschinen, sondern als Klangkörper: Zwei-, Drei- und Vierzylinder verschiedener Fabrikate besitzen eigene Rhythmen, Frequenzen und Klangfarben.
Die künstlerische Setzung war ebenso einfach wie radikal:
Der Traktor wird zum Musikinstrument.

"Konzert für zwölf Traktoren", Uraufführung am 7.September 1996 im Rahmen des Internationalen Musikfestivals "Was hören Wir"
Höfgen-Kaditzsch, Foto: kb
Konzert für zwölf Traktoren (1996) (Uraufführung)
Sven-Åke Johansson, Zwölf Traktoristen.
1 PIONIER (4 Zyl.), Dirk Quaas
2 FAMULUS (2 Zyl ), Alexander Busch
3 KRAMER (2 Zyl.), Markus Quaas
4 Mc. CORMICK (3 Zyl), Dietmar Seidel
5 FAMULUS (2 Zyl). Ralf Gitte
6 Mc.CORMICK (3 ZyL), Michael Lange
7 T 147 (KRAN) (2 Zyl.), Holger Papsdorf
8 FAMULUS (2 Zyl.), Jens Drobisch
9 ZETOR (4 Zyl.), Götz Quaas
10 DEUTZ (4 Zyl.), Thomas Schuricht
11 SCHLUTER (3 Zyl.), Andreas Schützhold
12 DEUTZ (2 Zyl.), Thomas Weber
Leitung, Einstudierung: Sven-Åke Johansson
Assistenz: Siegmar Schuricht
Zwölf historische Maschinen bilden ein Orchester. Ihre Motoren treten einzeln hervor, antworten einander, bilden Gruppen, schwellen an und ziehen sich wieder zurück. Aus unterschiedlichen Drehzahlen, Rotationsgeräuschen und Zündfolgen entstehen rhythmische Verschiebungen, Überlagerungen und Schwebungen, Crescendo und Decrescendo, Gruppenpassagen und Soli.
Johansson verändert damit die Wahrnehmung des Vertrauten. Ein Geräusch aus dem Alltag des ländlichen Raumes wird aus seinem gewohnten Zusammenhang gelöst und als musikalisches Material hörbar. Landwirtschaftliche Technik, Maschine und Landschaft begegnen zeitgenössischer Kunst.
Am 7. September 1996 standen zwölf historische Traktoren mit ihren Fahrern aus Höfgen und der Umgebung zur Uraufführung bereit. Johansson selbst leitete die Aufführung und hatte das Werk mit den Traktoristen einstudiert. Das Konzert wurde aufgezeichnet und auf CD dokumentiert (Konzert für 12 Traktoren, Uraufführung beim Festival „Was hören wir?“, Höfgen-Kaditzsch 1996, BEOTON WO-0609) – ein klingendes Dokument des Augenblicks, in dem das Werk erstmals zu hören war.
Von Höfgen aus begann die Reise des Werkes durch Europa. Bis 2019 sind 16 Aufführungen dokumentiert:
- 1996 – Uraufführung: Denkmalschmiede Höfgen (Festival „Was hören wir?“)
- 1997 – Illingen (10. Illinger Burgfest für neue Musik, Saarland)
- 1998 – Møn, Dänemark (Friluftsmusik på Blocks Skulpturmark, Askeby)
- 1999 – Gutshof Langen bei Fehrbellin (Brandenburg)
- 1999 – Hermannshof Springe-Völksen (Niedersachsen)
- 2001 – Perleberg (4. Festival der Musik- und Kunstschulen Brandenburg, Prignitz)
- 2002 – Brösarp, Schweden (Obstplantage in Schonen)
- 2003 – Mellanfjärden, Schweden
- 2004 – Krems / Stein an der Donau, Österreich (Festival Kontraste)
- 2009 – Orust, Schweden (mit 12 Zetor-Traktoren)
- 2011 – Kopenhagen, Dänemark (Eröffnung Kunsthalle Charlottenborg)
- 2013 – Schwaz in Tirol, Österreich (Eröffnung KLANGSPUREN vor der Stadtpfarrkirche)
- 2014 – Valencia, Spanien (ENSEMS Festival für zeitgenössische Musik)
- 2015 – Kunstfest Weimar (Hof des Weimarer Stadtschlosses)
- 2017 – Polling, Bayern (Eröffnung 3. Pollinger Kulturtag)
- 2019 – Sternenschanze bei Richterswil / Samstagern, Schweiz (Kulturprojekt RIWO Grenzenlos)
DAS GRANDORCHESTER
Was wäre, wenn eines Tages aus jedem der Aufführungsorte die Traktoristen mit ihren Instrumenten nach Höfgen einzögen?
192 Traktoren. 192 Traktoristen.
Am Geburtsort des Werkes.
AUTOMATISMUS DER ROTATION

Discographie & Shop →
Kompositionen
Modernismen lassen sich moderieren
Ensemble Zwischentöne Conducted by Peter Ablinger Rec.1996 Konzerthaus Berlin
Konzert für 12 Traktoren
First performance Recorded at "Was hören wir" (Festival) in Höfgen-Kaditzsch 1996
3 und 4 für Flöte und Schlagzeug
Eberhard Blum: flute Sven-Åke Johansson: drums
Recorded at "Was hören wir" (Festival) in Höfgen-Kaditsch 1996 Liner notes by Sabine Sanio
1996 CD Beoton WO 0609
ISRC DE-L52-96-09001-3
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